|
Pressemitteilung Zufriedenstellende Umschlagsbilanz der niedersächsischen Seehäfen 62,180 Millionen Tonnen im Seeverkehr in 2008 - Umfangreiche Investitionen in Suprastruktur Die niedersächsischen Seehäfen haben
das vergangene Jahr mit einem Umschlagsergebnis im Seeverkehr von 62,180
Millionen Tonnen abgeschlossen. Dies gab Wirtschaftsminister Walter Hirche
auf der heutigen Jahrespressekonferenz der Seehäfen in Hannover bekannt.
Hervorragend entwickelt haben sich demnach die Standorte Brake, Cuxhaven
und Emden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gesamtgüterumschlag in den
niedersächsischen Seehäfen jedoch Der Hafen Brake konnte den Seegüterumschlag insgesamt um 7 % steigern
(5,741 Millionen Tonnen in 2008; 5,377 Millionen Tonnen in 2007). Dazu
beigetragen haben vor allem der Umschlag von Futtermitteln mit 2,119
Millionen Tonnen (+ 23 % / 1,716 Millionen Tonnen in 2007) und Getreide
mit 903.633 Tonnen (+ 27 % / 713.501 Tonnen in 2007) sowie der
Stahlumschlag mit 458.887 Tonnen, der sich gegenüber dem Vorjahr fast
verdoppelt hat (+ 98 % / 232.331 Tonnen in 2007). Cuxhaven hat das vergangene Jahr mit einem Plus von 7 % bei einem Umschlagsergebnis von 2,066 Millionen Tonnen im Seeverkehr abgeschlossen (1,929 Millionen Tonnen in 2007). Der Kraftfahrzeugumschlag lag mit 214.733 Fahrzeugen um 7 % unter dem Ergebnis des Vorjahres (230.473 Fahrzeuge in 2007). Cuxhaven etabliert sich dafür weiter als niedersächsischer Standort für Offshore-Windenergie: 2008 erhöhten sich die Umschlagsvolumina in diesem Bereich um 11 % (422.971 Tonnen in 2008; 382.392 Tonnen in 2007). Der Terminalbetreiber Cuxport investierte im abgelaufenen Jahr ca. 1,16 Millionen Euro in Umschlaggeräte, für das laufende Jahr sind ergänzende Investitionen in Höhe von ca. 0,5 Millionen Euro geplant. In Emden ist mit 4,426 Millionen Tonnen im Seeverkehr das hervorragende
Gesamtergebnis des Vorjahres noch einmal um 7 % übertroffen worden (4,133
Millionen Tonnen in 2007). Der Umschlag von Stückgütern, wie
beispielsweise Teile für Windenergieanlagen, legte um 37 % auf 259.621
Tonnen zu (189.001 Tonnen in 2007). Emden festigt damit seine wichtige
Position als Standort für die Windenergie-Branche. Der Hafen Nordenham hat mit einem seewärtigen Umschlagsergebnis von 3,619 Millionen Tonnen um knapp 8 % gegenüber dem Vorjahr verloren (3,929 Millionen Tonnen in 2007). Begründet wird dieses durch Einbußen im Kohleumschlag (-13 % / 1,889 Millionen Tonnen in 2008; 2,162 Millionen Tonnen in 2007). Revisionen in den belieferten Kraftwerken sowie außerplanmäßig notwendige Reparaturen während der Revisionsphase führten zu dieser Entwicklung. Positiv entwickelt hat sich dafür der Umschlag von Erzen und Schlacke (+ 10 % / 570.809 Tonnen in 2008; 518.700 Tonnen in 2007). Wilhelmshaven verweist auf ein Gesamtumschlagsergebnis von 40,309
Millionen Tonnen, dies entspricht einem Rückgang von 6 % im Vergleich zum
Vorjahr (42,738 Millionen Tonnen in 2007). Der Kohleumschlag an der
Niedersachsenbrücke konnte von 1,359 Millionen Tonnen in 2007 auf 2,228
Millionen Tonnen in 2008 um 64 % gesteigert werden. Für 2009 werden hier
weitere Steigerungsraten erwartet. Der Betreiber der Niedersachsenbrücke,
die Rhenus Midgard GmbH & Co. KG, Niederlassung Wilhelmshaven, wird daher
im laufenden Jahr ca. 20 Millionen Euro in Flächenbefestigungen,
Bandanlagen sowie eine Waggon-Beladestation investieren. Die drei kommunalen Seehäfen Leer, Oldenburg und Papenburg kamen im Seeverkehr auf folgende Ergebnisse: Leer hat gegenüber dem Vorjahr um 17 % verloren und erreichte ein Umschlagsvolumen von 95.242 Tonnen (114.603 Tonnen in 2007), Oldenburg schlug im vergangenen Jahr mit 89.930 Tonnen etwa 23 % weniger Güter um als in 2007 (116.937 Tonnen). In Papenburg musste man in 2008 mit einem Umschlagsvolumen von 438.954 Tonnen ein Minus von 17 % hinnehmen (525.739 Tonnen in 2007). Leicht rückläufig war mit 5,393 Millionen Tonnen in 2008 das Umschlagsvolumen im Hafen Stade (- 7 % / 5,771 Millionen Tonnen in 2007). Trotz der angespannten Wirtschaftslage konnten einzelne Häfen in Niedersachsen wiederholt Zuwächse beim Umschlagsvolumen im Seeverkehr erzielen. „Wir sind im Großen und Ganzen zufrieden“, kommentierte Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen die vorliegenden Umschlagszahlen. „Die vereinzelt rückläufigen Ergebnisse sind größtenteils auf Sonderfaktoren zurückzuführen. Gezielte Investitionen der Betreiberfirmen in ihre Suprastruktur beweisen, dass wir langfristig von einer stabilen Umschlagsentwicklung nach oben ausgehen können“, so Bullwinkel abschließend.
Kontakt: Zeichen: 5.693 (ohne) |
||