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Pressemitteilung Erwarteter Umschlagsrückgang in den niedersächsischen Seehäfen 26,648 Millionen Tonnen Güterumschlag im Seeverkehr im 1. Halbjahr – Rückgang von 17 % – Einzelne Güter legen zu „Erwartungsgemäß“ sind die Umschlagszahlen der niedersächsischen Seehafengruppe im 1. Halbjahr um 17 % auf 26,648 Millionen Tonnen (31,969 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008) zurückgefallen, so der Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH, Andreas Bullwinkel. Die Wirtschaftskrise habe weite Teile der Branche erfasst und so sei man auch in den niedersächsischen Seehäfen auf diese Entwicklung vorbereitet gewesen. In Brake fällt das Gesamtumschlagsergebnis im Seeverkehr des 1. Halbjahres um 32 % auf 2,135 Millionen Tonnen (3,136 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Besonders die schwache Nachfrage nach Forstprodukten (- 48 %; 435.905 Tonnen im 1. Halbjahr 2009, 838.591 Tonnen im 1. Halbjahr 2008) ist ursächlich für die rückläufigen Zahlen verantwortlich. Auch die Verladungen von Getreide und Futtermitteln sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen (- 37 %; 1,081 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009, 1,731 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Der Gesamtumschlag des 1. Halbjahres im Seeverkehr in Cuxhaven sinkt gegenüber dem Vorjahr um 38 % (647.699 Tonnen im 1. Halbjahr 2009; 1,049 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Insbesondere der Umschlag von Neufahrzeugen ist hier zurückgegangen, da der Automobilmarkt in Großbritannien, eines der Hauptmärkte Cuxhavens, zur Zeit mit Problemen zu kämpfen hat (42.551 Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2009, 130.687 Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2008). Zusätzliche Volumina an Fahrzeugen aus Spanien konnten die Verluste zwar mildern, jedoch nicht abfangen. Aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen in Cuxhaven konnte aber der Umschlag von Baumaterialien wie Sand und Kies gesteigert werden (126.814 Tonnen im 1. Halbjahr 2009, 1.330 Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Für den Seehafen Emden wirkt sich die mangelnde Nachfrage nach Holzprodukten wie Papier und Zellstoff sowie die schwierige Situation auf dem Automobilmarkt ebenfalls aus: Der Umschlag von Zellstoff und Papier verliert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34 % (252.446 Tonnen im 1. Halbjahr 2009, 380.064 Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Im Automobilbereich werden rund ein Drittel weniger Fahrzeuge umgeschlagen (348.010 Stück) als noch im 1. Halbjahr 2008 (530.734 Stück). Erfreulicherweise gewinnt dafür der Umschlag von Windenergieanlagen um 14 % hinzu (110.445 Tonnen im 1. Halbjahr 2009, 97.218 Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Insgesamt sinkt der seewärtige Umschlag in Emden um 31 % (1,619 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009, 2,359 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). In Nordenham vermindert sich das Umschlagsvolumen im Seeverkehr um 11 % (1,473 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009; 1,648 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Erfreulicherweise konnte der Umschlag von Kohle aber um 15 % gesteigert werden (996.984 Tonnen im 1. Halbjahr 2009; 864.052 Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Ein Umschlagsrückgang von 12 % musste in Wilhelmshaven verbucht werden (18,066 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009; 20,480 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Ursache hierfür sind in erster Linie Einbußen beim Umschlag von Rohöl (- 7 %; 13,195 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009; 14,237 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008) sowie Mineralölprodukten (2,805 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009; 4,183 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Auch der Kohleumschlag ist rückläufig (- 14 %; 937.646 Tonnen im 1. Halbjahr 2009; 1,090 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass aufgrund von Modernisierungsarbeiten an der Niedersachsenbrücke vier Wochen lang keine Kohlefrachter abgefertigt werden konnten, der Betrieb mittlerweile aber wieder läuft. Von den kommunalen Seehäfen kommt zumindest aus Oldenburg eine gute Nachricht: Hier sind im 1. Halbjahr mit 103.020 Tonnen fast doppelt so viele Güter im Seeverkehr umgeschlagen worden wie im Vergleichszeitraum in 2008 (53.381 Tonnen). In Leer hingegen ist der Umschlag um 49 % auf 29.840 Tonnen im 1.
Halbjahr zurückgegangen (58.036 Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Der Seehafen Stade schlägt 2,469 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2009 um, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum einem Umschlagsrückgang von 17 % entspricht (2,970 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2008). Die Umschlagsentwicklung beim Aluminiumhydroxyd und –oxyd konnte entgegen dem Trend um 13 % von 176.831 Tonnen auf 199.849 Tonnen gesteigert werden. Kontakt:
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