PRESSEMITTEILUNG

Forderung nach Zweiter Klappbrücke erhält Unterstützung vom Bund

Connemann und Ploß wollen in Berlin Gespräche führen

Der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Tourismus, Dr. Christoph Ploß und die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann wollen sich in Berlin dafür einsetzen, dass die Planungen zum Bau einer zweiten Eisenbahnklappbrücke in Emden wieder Fahrt aufnehmen. Das sagten Connemann und Ploß bei ihrem Besuch im Emden Hafen. Die beiden Bundespolitiker besuchten dort die Emder Hafenförderungsgesellschaft e. V. (EHFG). 

Die Emder Hafenwirtschaft erachtet den Bau der Brücke für dringend notwendig, damit der Emder Hafen jederzeit erreichbar ist. „Das ist vor allem wichtig für den Fahrzeugumschlag in unserem Hafen, denn über dieses Nadelöhr gehen sämtliche für den Export bestimmte Fahrzeugtransporte per Schiene und umgekehrt auch alle Importe für den europäischen Markt“, sagt Manfred de Vries als stellvertretender Vorsitzender der EHFG und Geschäftsführer der Autoport Emden GmbH. 

Die Deutsche Bahn AG hatte bereits vor einem Jahr eine Machbarkeitsstudie präsentiert, die sie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums (BMV) erstellt hatte. Sie ergab, dass der Bau der zweiten Brücke technisch machbar sei. Nach der Vorstellung der Studie vor guter einem Jahr habe es jedoch keine erkennbaren Planungsfortschritte gegeben. Nun wollen Connemann und Ploß den Gesprächsfaden mit dem BMV wieder aufnehmen.

Die beiden CDU-Politiker informierten sich in Emden bei einer Fahrt mit dem Traditionsschiff „Ems“ durch den Außen- und Binnenhafen aber auch über den Stand der Planungen zur Vertiefung der Außenems sowie über den Umschlag von Forstprodukten für die Papierindustrie in Dörpen. 

Breiten Raum bei der Bereisung nahm die Entwicklung des Emder Hafens zum Dreh- und Angelpunkt für die Windkraftbranche ein. Timo Siebahn, Vorsitzender des EHFG-Aufsichtsrates und Geschäftsführer der Firma epas erläuterte die Pläne, die Emden auf dem weiteren Weg zum „Offshore-Gateway“ einschlagen wird als wichtiger Hafen für die Energiewende. Wasser auf die Mühlen von Connemann, die betonte: „Funktionierende und hoch frequentierte Häfen helfen nicht nur den einzelnen Regionen. Die Wirtschaft unseres gesamten Landes profitiert von einer guten maritimen Infrastruktur. Besonders in Emden gibt es noch viel Potential – das macht den Standort so reizvoll.“

Gitta Connemann und Dr. Christoph Ploß auf dem Außendeck des Traditionsschiffes ,,Ems" mit Vertretern der Emder Hafenwirtschaft und der Emder Kommunalpolitik

Bild: Emder Hafenförderungsgesellschaft e.V.