Zusammenarbeit beider Häfen wird intensiviert
Der im Februar auf Initiative des emsländischen Landtagsabgeordneten Hartmut Moorkamp (CDU) gestartete Hafendialog zwischen dem Emder Hafen und dem Hafen in Dörpen (Landkreis Emsland) gewinnt weiter an Fahrt. Auf Einladung der Emder Hafenförderungsgesellschaft e. V. (EHFG) bereisten jetzt Vertreter aus Politik und Hafenwirtschaft der emsländischen Samtgemeinde den Emder Hafen. Sie würdigten damit die enge und langjährige Zusammenarbeit beider Häfen, die über die Ems und den Dortmund-Ems-Kanal miteinander verbunden.
Die Omya GmbH mit Raul Magalhaes als Leiter in der Eichstraße war die zweite Station auf der Bereisung durch den Emder Hafen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz betreibt in Emden ein Tanklager für Calciumcarbonat Slurries sowie eine Produktionsanlage für Calciumcarbonat-Kaolin-Mischungen. Auch dieses Material wird für die Papierherstellung benötigt. Es kommt mit Seeschiffen aus Norwegen und wird in Emden ebenfalls in Binnenschiffe umgeladen.
Die dritte Station im Seehafen Emden war die epas Ems Ports Agency & Stevedoring Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Timo Siebahn als Geschäftsführer. Das Unternehmen schlägt am Nord- und Südkai Teile für die Energiewende um und lagert einige davon schon heute in Dörpen zwischen. Es handelt sich dabei vor allem um riesige Kabeltrommeln, die von Dörpen aus zu Baustellen in ganz Deutschland transportiert werden und der Durchleitung von Strom aus Windkraftanlagen in der Nordsee dienen. Die Zusammenarbeit zwischen Emden und Dörpen wird ab dem nächsten Jahr auch auf weitere Komponenten von Windkraftanlagen ausgeweitet. Auch diese sollen überwiegend mit Binnenschiffen umweltfreundlich nach Dörpen verschifft und dort zwischengelagert werden.
Verladung von Zellulose im Emder Außenhafen durch Anker.