Investition trotz Pandemie – Sanierung und Neubau der Seeschleuse im Papenburger Hafen

 

Papenburg, August 2021 | Viele Investitionsmaßnahmen konnten in den vergangenen Jahren umgesetzt werden, um die Bedeutung dieses wichtigen Wirtschaftsstandortes noch weiter unter Beweis zu stellen. Selbst im Jahr 2020 / 2021 hat es trotz weltweiter Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ein großes Invest gegeben, welches sich noch weiter in die Folgejahre erstrecken wird: Das größte Infrastrukturvorhaben der Stadt Papenburg ist aktuell die Sanierung und Neubau der Seeschleuse im laufenden Betrieb.

Nach Vertragsunterzeichnung im Dezember 2019 erfolgte der Baubeginn durch die Firma Hecker für das neue Außenhaupt der Schleuse. Das Bauvolumen liegt bei 21,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung soll im Mai 2022 erfolgen.

Zwei weitere, ähnlich große Bauabschnitte für das Binnenhaupt und die Schleusenkammer müssen in den dann kommenden Jahren folgen. Nur so bleibt der Papenburger See- und Binnenhafen für die erwartete Zukunft betriebssicher und allen Anforderungen gewachsen.

Die Seeschleuse ist die Herzkammer nicht nur der örtlichen Wirtschaft, sondern auch der Region um Papenburg herum. Deshalb mussten beim Bau Anforderungen der maritimen Wirtschaft, beispielsweise bei der Festlegung unumgänglicher Sperrzeiten, absolute Berücksichtigung finden. Durch das ausgezeichnete Zusammenwirken der Unternehmen und Verwaltung ist dies gelungen. Gelegentlich auftretende technische Herausforderungen konnten stets gemeinschaftlich unter Kontrolle gebracht werden. Zeitplan und Budget werden trotz bestehender Risiken aus Pandemie und Baumarktentwicklung aktuell eingehalten.

Die Stadt Papenburg ist zuversichtlich, dass die Prognosezahlen für den Güterumschlag im Hafen für das nächste Jahrzehnt mit einer leistungsfähigen neuen Seeschleuse noch übertroffen werden. Zu Beginn des ersten Bauabschnitts war klar, dass während der Bauzeit an der Seeschleuse die Steigerungsraten des Umschlags nicht das Niveau der früheren Jahre übertreffen können. Die Zukunftsinvestition in den zentralen Baustein der Hafeninfrastruktur hat jedoch den Standort Papenburg bereits jetzt deutlich attraktiver gemacht. Dies zeigen die aktuellen Planungen von ansiedlungsinteressierten und in Papenburg schon aktiven Unternehmen.

Umso wichtiger wird es für die Stadt, weiter in eine gute Hafeninfrastruktur zu investieren.
Für die Finanzierung der nächsten Bauabschnitte an der Seeschleuse wie auch von erweiterten Gleisanlagen, zur Brückenerneuerung, zum Kajenausbau und einer nachhaltigen Mobilität zu sorgen, ist eine der Zukunftsaufgaben.

 

Über den Seehafen Papenburg:

Der See- und Binnenhafen Papenburg ist unumstritten einer der wichtigsten Umschlagsplätze an der Ems. Er ist bekanntlich der südlichste deutsche Seehafen und befindet sich etwa 60,5 sm von der Nordsee entfernt. Der Hafen liegt direkt an der Bundeswasserstraße Ems.

 

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