Neue Wendestelle für Schiffe bei Oldenburg eröffnet!

Oldenburg, 5. Mai 2021. Ab sofort profitieren See- und Binnenschiffe an der Seeschifffahrtsstraße Hunte bei Oldenburg von einer neuen leistungsstarken Wendemöglichkeit. Die neue Wendestelle hat einen Durchmesser von 165 Metern. Das ist die 1,5-fache maximale Schiffslänge eines Seeschiffes, das auf der Hunte verkehren kann.
Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Oldenburg ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, Güter auf Seeschiffen ins Binnenland direkt zu den Wirtschaftsstandorten und den Menschen zu bringen. Die neue Wendestelle bringt der Schifffahrt deutliche Vorteile und fördert einen ökologischen Warentransport.“

Wo bisher Schiffe, die im Osthafen oder im Oldenburger Stadtbereich Ladung umschlugen, teilweise Rückwärtsmanöver vollführen oder auf Brückenöffnungen warten mussten, können sie jetzt vor der Eisenbahnbrücke wenden, um dann Fahrt Richtung Weser aufzunehmen.
Ausgehend von den Gefahren für die Schifffahrt infolge der Rückwärtsfahrten und den generell ungenügenden Wendebedingungen im Stadtgebiet Oldenburg war der Bau einer ausreichend bemessenen Wendestelle für die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs erforderlich. Mit der Fertigstellung der Wendestelle ist die Anpassung der unteren Hunte vor-läufig abgeschlossen. Hierdurch wird nun die Erreichbarkeit der Oldenburger Häfen mit 110 m langen See- und 135 m langen Binnenschiffen ermöglicht.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Mit der neuen Wendestelle verbessern wir nicht nur die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs auf der Hunte, sondern stärken auch die Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit des Oldenburger Hafens. Das ist ein doppelter Gewinn für die gesamte Region.“
Wegen des gemeinsamen Interesses an einer modernen Wendestelle hatten 2011 die Stadt Oldenburg und der Bund eine Vereinbarung zur Organisation, Planung, Finanzierung und baulichen Einrichtung der Wendestelle getroffen. Festgelegt wurde, dass die Stadt Oldenburg die Grundstücksfläche einbringt und der Bund die Planung und den Bau der Wende-stelle übernimmt.
Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg: „Die neue Wendestelle wird dazu beitragen, die starke Position des Oldenburger Hafens weiter zu festigen und auszubauen. Der Standort ist auf Erfolgskurs, er gehört zu den umschlagsstärksten Binnenhäfen Niedersachsens. Wir erhoffen uns durch die infrastrukturelle Verbesserung nachhaltige Impulse für unsere Hafenwirtschaft.“

Bislang standen der Schifffahrt zwei Wendemöglichkeiten zur Verfügung, eine oberhalb der Eisenbahnklappbrücke, zugelassen für Seeschiffe bis zu einer Länge von 86 Metern, und für Binnenschiffe bis zu 100 Metern Länge. Bei der zweiten Wendestelle im Bereich des Außenbezirkes Oldenburg des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser-Jade-Nordsee konnten Schiffe bis zu einer Länge von 85 Metern wenden.
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Hintergrund:
Die Seeschifffahrtstraße Hunte bildet zwischen Elsfleth und Oldenburg die rund 25 Kilometer lange seewärtige Zufahrt zu den Umschlagsstellen der Stadt Oldenburg. Zusammen mit dem Küstenkanal ist die tidebeeinflusste Hunte für Binnenschiffe die Anbindung der Häfen an der Mittel- und Un-terweser zu den Rhein- und Rheinmündungshäfen und der Ems.

 

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