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Automobilumschlag 2014 – Emden auf Platz 3 in Europa

 

Studie von Prof. Dr. Klaus Holocher vergleicht Umschlagsvolumen europäischer Seehäfen – Cuxhaven auf Platz 5

Oldenburg, 14. Juli 2015 | 8,6 Mio. umgeschlagene Fahrzeuge im Jahr 2014 – ein neuer Spitzenwert der 10 wichtigsten Nordrangehäfen. Die niedersächsischen Autoumschlaghäfen legten überproportional zu und erreichten mit gut 1,7 Millionen Fahrzeugen einen Marktanteil von knapp 20 %. Emden erzielte mit 1.310.317 Automobilen und einem Zuwachs von 6,5 % vor Antwerpen Platz 3 unter den Nordrangehäfen. Cuxhaven konnte sogar um 6,9 % zulegen und kam mit 392.389 Fahrzeugen auf Platz 5 in der Liga, wie Dr. Klaus H. Holocher, Professor für Hafenmanagement an der Jade Hochschule, in einer aktuellen Untersuchung feststellt.

Bremerhaven und Zeebrügge lagen mit jeweils gut 2,2 Millionen umgeschlagenen Fahrzeugen auf den ersten beiden Plätzen, sie dürften weltweit die größten Umschlagplätze für Automobile sein. Für andere große Häfen wie Rotterdam, Amsterdam oder Hamburg hatte der Fahrzeugumschlag nur eine geringe Bedeutung.

Der Autoumschlag in Emden ist sehr eng mit den Neufahrzeugtransporten des Volkswagen-Konzerns verbunden. 79 % der umgeschlagenen Fahrzeuge wurden exportiert, insbesondere VW, Audi und Skoda aus Produktionsstätten in Deutschland, Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Ein beträchtlicher Anteil der Fahrzeuge wurde nach Großbritannien verschifft, wo in 2014 die Nachfrage nach PKW stark zugenommen hatte, sowie nach Nordamerika. Über Emden importiert wurden insbesondere VW-Fahrzeuge aus Spanien, Südafrika und Mexiko.

In Cuxhaven liegt der Exportanteil sogar bei 86 %. Dieser Hafen konnte ebenfalls von dem Nachfrageanstieg in Großbritannien profitieren, dorthin wurden vor allem BMW-Fahrzeuge exportiert. Eine gute Marktposition hat Cuxhaven auch im Export nach Skandinavien, z.B. von VW- und Daimler-Fahrzeugen.

Der Fahrzeugumschlag lässt sich kaum automatisieren, da hierzu kaum Umschlaggeräte eingesetzt werden, jedes Auto braucht einen Fahrer. Vom Automobilumschlag hängt daher eine große Anzahl von Arbeitsplätzen in Emden und Cuxhaven ab. Bei steigenden Mengen müssen die Umschlagunternehmen ausreichend Fahrer und kajenahe Flächen bereitstellen. Im Hinterlandverkehr werden die Neufahrzeuge bevorzugt in umweltfreundlichen Ganzzügen transportiert. Im Hafen müssen dafür ausreichend Gleise vorgehalten werden, um die Züge be- und entladen zu können.

Die landeseigene Hafeninfrastrukturgesellschaft Niedersachsen Ports hat verschiedene Investitionen angekündigt, um eine weiteres Wachstum des Automobilumschlags zu ermöglichen. In Emden, dem zweitgrößten Autoumschlagsplatz Deutschlands, soll noch im laufenden Jahr ein Dalbenliegeplatz mit einer RoRo-Anlage an der Emspier fertiggestellt werden. Die Planungen für einen Großschiffsliegeplatz als Lückenschluss zwischen Emspier und Emskai sind angelaufen.

In Cuxhaven wurde am 25. März diesen Jahres mit dem Bau eines Dalbenliegeplatzes begonnen, der die Autoumschlagkapazität erhöhen wird. Bereits im letzten Jahr waren die Gleiskapazitäten für Autozüge erhöht worden.

Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie sind die deutschen Neufahrzeugexporte im ersten Halbjahr 2015 leicht gestiegen, für das zweite Halbjahr wird ein stärkerer Anstieg erwartet. In Emden wurden bereits in den ersten sechs Monaten 6 % mehr PKW umgeschlagen. Holocher: „Für den steigenden Fahrzeugversand nach USA und Großbritannien, den wichtigsten Zielländern der deutschen Autoexporte, sind die Häfen Emden und Cuxhaven gut aufgestellt.“

 

Kontakt:
Prof. Dr. K. H. Holocher
Professor für Europäische Verkehrswirtschaft und Hafenmanagement
Jade Hochschule - Studienort Elsfleth
Weserstr. 4 26931 Elsfleth
Tel. 04404/9288-4281
holocher@jade-hs.de

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