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Kerngeschäft bei NWO weiter voran treiben – auch bei Gegenwind

 

Neues Jahr, neue Möglichkeiten – mit dieser Auffassung und Einstellung blickt das Team der Nord-West Oelleitung GmbH (NWO) in Wilhelmshaven auch nach Anbruch des zweiten Quartals in das Jahr 2019.

Nachdem im vergangenen Jahr einige Meilensteine bei der NWO erreicht wurden, zeigten die Zahlen in 2018 aufgrund eines verhaltenen Kerngeschäfts noch deutliches Potential nach oben. Genau diesen Abstand möchte das Unternehmen am tiefen Wasser im aktuellen Jahr ausschöpfen und setzt insbesondere auf eine gute Auslastung und Verfügbarkeit auf Seiten der angeschlossenen Raffinerien, wie Dr. Jörg Niegsch, Geschäftsführer bei NWO berichtet.

Das Geschäft an der Ölpier wies 2018 mit 197 Tankern eine geringere Anzahl Schiffsankünfte gegenüber dem Vorjahr (221) auf und Tankerriesen, sogenannte VLCC (Very Large Crude Carrier), wurden in 2018 nicht an der Tankerlöschbrücke abgefertigt.
Der Brückenumschlag betrug im vergangenen Jahr lediglich 15,5 Mio. Tonnen Mineralöl. Im Vorjahr waren es noch rund 19 Mio. Tonnen. Der drastische Rückgang ergab sich insbesondere durch geplante Anlagenstillstände in den Raffinerien, die teilweise länger dauerten als geplant. Weiter hatte der von Sommer bis Anfang Dezember 2018 anhaltende Wassertiefstand des Rheins erhebliche Auswirkungen. Die niedrigen Pegelstände sorgten dafür, dass auf dem Rhein fahrende Schiffe nur noch mit weniger Ladung fahren und hierdurch weniger Kraftstoff abtransportieren konnten. Die betroffenen Raffinerien mussten zwangsläufig die Produktion herunterfahren, sodass die Auslastung einiger Raffinerien bis auf 50 % zurückging.
Insgesamt führte der geringere Gesamtumschlag an der NWO-Tankerlöschbrücke auch zu einer deutlich geringeren Durchleitung über die NWO-Fernleitung in Richtung Köln. Das transportierte Volumen über die NDO-Fernleitung in Richtung Hamburg hatte sich 2018 ebenfalls verringert. Somit ist es wenig überraschend, dass das ursprünglich erwartete finanzielle Jahresergebnis für 2018 aufgrund der hohen Umschlags- und Durchleitungseinbußen weit hinter den Erwartungen zurückblieb.
Insgesamt scheint das Umfeld der Mineralölindustrie schwieriger zu werden und mehr und mehr Gegenwind zu erfahren. „Leider werden die Leistungen der Mineralölindustrie nicht in dem Maße gewürdigt, wie sie einen relevanten Beitrag zur deutschen Volkswirtschaft leisten“, beklagt Jörg Niegsch und bedauert, dass die Politik sich insgesamt zu wenig um den Beitrag der Mineralölindustrie im Rahmen der Energie- und Mobilitätswende kümmert. „Dabei gibt es viele Ansätze, die die Vorteile der Mineralöllogistik, verbunden mit der Energiedichte von flüssigen Brennstoffen verbinden und das sogar C02–neutral!“

Die Zahlen zum Ende des ersten Quartals 2019 lassen auf ein besser ausgelastetes Kerngeschäft bei NWO hoffen. So sind bisher 60 Tankeranläufe an der Ölpier zu verzeichnen. Die gemeldeten Abrufmengen seitens der angeschlossenen Raffinerien betragen für 2019 nach derzeitigem Stand rund 19 Mio. Tonnen, was wieder ein deutliches Plus gegenüber 2018 bedeuten würde.

Allen unerwünschten Zahlen zum Trotz, ließ sich das Unternehmen am tiefen Fahrwasser nicht entmutigen. War es eine gebührende Feier zum 60-jährigen Betriebsjubiläum oder die Abwicklung der für 2018 auf dem Plan stehenden Projekte. Ziel sei schließlich, auch künftig die NWO-Dienstleistungen sicher und verlässlich für die Gesellschafter und Drittkunden durchzuführen und damit auch weiterhin die Relevanz des Unternehmens für die Mineralölindustrie und die Versorgung der Bundesrepublik mit Mineralölprodukten zu unterstreichen.

Der Einsatz macht sich bezahlt, denn erster Meilenstein 2019 war bereits die Inbetriebnahme des errichteten „Inline-Blending-Systems“. Mit diesem System ist NWO in der Lage, Mischungen verschiedener Ölsorten im Tanklager Wilhelmshaven nach exakt geforderter Rezeptur der Kunden herzustellen. Dieses Alleinstellungsmerkmal erlaubt NWO seine Dienstleistungen „smarter“ im Wettbewerb gegenüber Rotterdam anzubieten, von wo aus zum Teil dieselben Raffinerien versorgt werden.

Da die Wahl eines Standortes zur Errichtung eines LNG-Terminals in Wilhelmshaven nunmehr entschieden zu sein scheint, ist es umso wichtiger für NWO, das eigentliche Kerngeschäft weiter voranzutreiben. Daher ist Jörg Niegsch besonders erfreut, dass die Investitionsideen zur Tanklagererweiterung auf den bei NWO in Wilhelmshaven zur Verfügung stehenden Freiflächen weiter Bestand haben. „Die Planungen werden immer konkreter und die Vorbereitungen zum Bau von zwei weiteren Lagertanks laufen, um bei finaler Entscheidung des Investors schnellstmöglich das Genehmigungsverfahren einzuläuten“, berichtet Niegsch.

Neben der Planung und Errichtung neuer Anlagen dürfen die bestehenden Anlagen keineswegs zu kurz kommen. Die Anlagensicherheit und der Umweltschutz werden bei NWO seit jeher groß geschrieben. Hierzu hat das Unternehmen Jahr für Jahr ein umfangreiches Instandhaltungsprogramm zu bewerkstelligen, um nicht zuletzt auch den klimatischen Bedingungen an der Küste zu trotzen. Zu diesen Vorhaben gehört auch das langjährige Projekt „Brückenpfahlsanierung an der Tankerlöschbrücke“, welches nun in 2019 zum Abschluss gebracht wird und damit der Korrosionsschutz an den Pfählen wieder für viele Jahre sichergestellt ist.
Zum Erhalt des guten Zustandes werden auch die verschiedenen Leitungen auf der Tankerlöschbrücke und im Tanklager sowie die Lagertanks in gewohnter Manier diversen wiederkehrenden Prüfungen gemäß Prüf- und Instandhaltungsplan unterzogen.
Neben den Anlagen in Wilhelmshaven unterliegen außerdem die von NWO betriebenen Pipelines (NWO- und NDO-Fernleitung) in Richtung Köln und Hamburg strengen gesetzlichen sowie seitens NWO selbst auferlegten Regularien und Prüfintervallen zur Gewährleistung höchster Anlagensicherheit.
„Unser kompetentes Team bestehend aus eigenen Mitarbeitern sowie Kontraktoren verdienen absolute Anerkennung für die Jahr für Jahr erbrachte Leistung und den unermüdlichen Einsatz. Denn ohne diese zuverlässige und verantwortungsbewusste Belegschaft wäre ein derartiger Erfolg nicht möglich“, berichtet Niegsch stolz.

Über die Anlagen der NWO wurden seit 1958 mehr als 1 Milliarde Tonnen Mineralöl umgeschlagen, zwischengelagert und via Fernleitung zu den entsprechenden Empfängern ins Emsland, Rhein-Ruhr-Gebiet und nach Hamburg transportiert. Umschlag und Transport sind seit Jahren geprägt durch verantwortungsbewusstes und verlässliches Handeln unter Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards. Den Ölhafen können 20 Meter tief gehende Tanker mit einer Tragfähigkeit von 260.000 Tonnen anlaufen. Damit ist Wilhelmshaven der einzige deutsche Hafen, der Schiffe dieser Größe aufnehmen kann.


Kerngeschäft bei NWO weiter voran treiben – auch bei Gegenwind

Luftfoto der NWO-Tankerlöschbrücke
Bildquelle: NWO-Foto/Björn Lübbe

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