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LNG Initiative „Maritime LNG Plattform“

 

Heute wurde in Hamburg die nationale LNG Initiative „Maritime LNG Plattform“ vorgestellt.

Die Aktien-Gesellschaft „EMS“ unterstützt als Mitglied / Partner die Nationale LNG Initiative „Maritime LNG Plattform“
Aktiver Umweltschutz und sauberere Transportwege durch LNG.

Heute wurde in Hamburg die nationale LNG Initiative „Maritime LNG Plattform“ vorgestellt. Um LNG (Liquified Natural Gas) als umweltfreundlichen und sicheren Kraftstoff auch in Deutschland zu etab-lieren, wurde nach niederländischem Vorbild diese LNG Plattform von Industrieunternehmen, Ree-dereien, Häfen und Initiativen gegründet, um politisch unabhängig als Dialog- aber auch Sparring-partner der Politik die erforderlichen Schritte zur Markteinführung von LNG aktiv mitzugestalten und voranzubringen.

LNG Plattform

Die AG „EMS“ unterstützt die Plattform, da sie mit ihrem Umbauprojekt MS „Ostfriesland“ und ihrem Neubauprojekt eines Helgolandschiffes bereits einen Beitrag zu den Forderungen der „Maritime LNG Plattform“ liefert und darüber hinaus auf konkrete Projekte im Bereich der Versorgung mit LNG angewiesen ist. Knut Gerdes, AG „EMS“-Prokurist und Leiter der Nautisch-Technischen-Inspektion, zeigt sich erfreut über die konkreten Vorstellungen der Plattform: „Heute gelten wir mit unseren Projekten in Deutschland als Pioniere, da es hierzulande ja noch keine vergleichbaren Projekte gibt. Das wird in ein paar Jahren – auch durch die „Maritime LNG Plattform“ vermutlich schon ganz anders aussehen. Wir leisten unseren Beitrag, um umweltfreundliches Reisen im Weltnaturerbe Wattenmeer zu ermöglichen.“ Konkrete Ziele der Akteure wurden in einer Roadmap niedergelegt:

Roadmap:

Prof. Freerk Meyer, Professor für Maschinenbau, Schiffsantriebe, Schiffsbetriebssysteme Fach-bereich Seefahrt der HS Emden Leer erläuterte die Vorteile von LNG und hob die Sicherheit dieses saubereren Kraftstoffes hervor: „Wir haben uns in unseren Städten daran gewöhnt, dass die Mehrzahl der Haushalte durch Gasleitungen versorgt werden und dadurch einen erheblichen Beitrag zu saubereren Städten geleistet. LNG als gekühltes, verflüssigte Erdgas ist in seiner Anwendung sicher und zuverlässig. LNG hat das Potential zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität in den Häfen, auf See und in den Küstenregionen beizutragen“.

Mahinde Abeynaike, Geschäftsführer der Bomin Linde LNG GmbH & Co KG, und Vorsitzender der Maritimen LNG Plattform hob den branchenübergreifenden Ansatz der Plattform hervor: „Das Ziel, eine innovative und umweltfreundliche Technologie zu etablieren, lässt sich nur gemeinsam erreichen. Der Umstand, dass sich in dieser Plattform einerseits Wettbewerber entlang der ge-samten Wertschöpfungskette und andererseits Unternehmen auch außerhalb der maritimen Wirt-schaft zusammengeschlossen haben, unterstreicht diesen Ansatz, den Bomin Linde LNG ausdrück-lich unterstützt“.

Dr. Tilmann Greiner, Senior Vice President MAN Diesel & Turbo SE PrimeServ, Hamburg, stellv. Vorsitzender der Maritimen LNG Plattform hob die positiven Auswirkungen für die Umwelt hervor: „Im Vergleich zu herkömmlichen Dieselmotoren werden durch LNG die CO2 Emissionen um bis zu 30 Prozent, SOx (Schwefeldioxid) Emissionen und Feinstaub um fast 92 % und NOx (Stickstoffoxid) Emissionen um 90 % reduziert. Gerade die erhebliche Feinstaubbelastung durch Schiffe schädigt die Gesundheit der Anwohner in Küsten und Hafenstädten“.

Dr. Peter Blauwhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Shell Oil Deutschland GmbH begründete das Engagement seines Unternehmens wie folgt:

„Die Entscheidung seitens Shell der „Maritimen LNG Plattform“ beizutreten ist ein Bekenntnis zu Erdgas als Option für einen sauberen und nachhaltigeren Kraftstoff im Transportsektor. Shell ist bereit und interessiert, sich stärker am Dialog rund um LNG als neuen Kraftstoff für Straßen- und Schiffsverkehr in Deutschland zu beteiligen“.

Knut Gerdes, Abteilungsleiter nautisch-technische Inspektion stellte zwei LNG Projekte der Reederei AG Ems vor, zum einen die aktuelle Umrüstung einer der Borkum Fähren sowie den Neubau einer der Helgolandfähren. Dabei hob er aber die Notwendigkeit flächendeckender Betankungsmöglichkeiten mit LNG in allen deutschen Häfen hervor.

Zu diesem Zweck, so Ole von Beust, von der mit der Geschäftsführung der Plattform betreuten Ole von Beust Consulting GmbH & Co KG, organsiert die Plattform nach der Sommerpause einen Austausch aller deutschen Hafenstädte unter Beteiligung von Vertretern der Häfen in Oslo und Stockholm, da diese schon seit Jahren über umfangreiche Erfahrungen mit LNG verfügen.

Auch nahm er die Politik in die Verantwortung, neben der Schaffung von Rahmenbedingungen mit eigenem Vorbild voranzugehen: „Die Festschreibung von LNG im Koalitionsvertrag und die Berück-sichtigung in der Mobilitäts – und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung ist ein klares Signal. Dort wo die öffentliche Hand selbst für Schifffahrt verantwortlich ist, sollte sie auch selbst aktiv werden. Boote des Küstenschutzes, der Wasserschutzpolizei aber auch das Forschungsschiff des Bundes sollten mit LNG Antrieb ausgestattet werden, Neubauten gar nicht mehr ohne LNG An-triebstechnik in Auftrag gegeben werden“.

Gerrit van Tongeren, Generalsekretär der Nationalen LNG Plattform Niederlande stellte die erfolgreiche Arbeit der breit aufgestellten niederländischen LNG Plattform vor und hob hervor, dass eine erfolgreiche Markteinführung von LNG und damit das Ziel saubererer Transportwege nur erreicht werden kann, wenn alle Beteiligten in der Wirtschaft an einem Strang ziehen und der Politik aus der Praxis heraus die Impulse geben, die zu Schaffung positiver Rahmenbedingungen erforderlich sind. Van Tongeren betonte weiter, dass die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene erforderlich ist, weil per Definition grenzüberschreitende Verkehrs- und umweltpolitischen Ziele erfüllt werden. „Wir benötigen eine robuste europäische Infrastruktur für den Transport von ver-flüssigtem Erdgas durch Pipeline, LKW, Binnenfahrt und Seeschiffe. Deutschland und die Nieder-lande können gemeinschaftlich auftreten mit anderen westeuropäischen Ländern zu wichtigen Themen wie Sicherheit, Genehmigungen, technische Standards und Emissionsreduktion“.

Georg Ehrmann, in der Ole von Beust Consulting GmbH & Co KG für das Projekt verantwortlich und als Geschäftsführer der Maritimen LNG Plattform gem. § 30 BGB tätig, betonte abschließend die Notwendigkeit, weitere Mitglieder gerade auch aus der nicht maritimen Wirtschaft zum Mitmachen zu motivieren. „Die Verbraucher erwarten bei den Produkten immer mehr Nachhaltigkeit, setzen sich mit Umwelt- und Sozialstandards auseinander. Die Frage, wie die Waren nach Deutschland trans-portiert werden – ob weiterhin mit erheblicher Luftverschmutzung und den jüngst wieder nachgewie-senen erheblichen Gesundheitsschädigungen durch Feinstaub - oder mittels einer umweltfreundlichen Technik, die verfügbar ist, sollten auch die Anbieter von Konsumgütern in Deutschland aufgreifen und sich nach niederländischem Vorbild aktiv an der Markteinführung von LNG beteiligen – sie sind herzlich eingeladen, Mitglied der nationalen LNG Initiative zu werden“.

Unter www.lng-info.de und in der Anlage „Informationen zur Maritimen LNG Plattform“ erhalten Sie weitergehende Informationen.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Georg Ehrmann gerne unter 0170/1600732 und ehrmann@lng-info.de zur Verfügung.

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